Nr. 20 / 15. Mai 2012 / 44. Jahrgang  
  
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Theorie und Praxis forderten umfassende Kenntnisse ab
Feuerwehr-Prüfung geschafft

Havighorst. Nach 60 Stunden Ausbildung in Theorie und Praxis hatten alle Feuerwehr-Anwärter die Prüfung zur Teilnahme am aktiven Dienst bestanden.

Foto: Silhan

Havighorst (rsi) - Es war die zweite gemeinsame Aufnahmeprüfung. Daran beteiligt die Freiwilligen Feuerwehren aus Glinde, Oststeinbek, Reinbek, Stemwarde, Barsbüttel, Stellau und Willinghusen. Zur Ausbildung und Prüfung hatten sich 21 Anwärter im Alter zwischen 17 und 37 Jahren gemeldet. Elf der Probanden verfügten bereits über erste Erfahrungen, die sie in Jugendfeuerwehren gesammelt hatten. Zehn weitere Bewerber verfügten über geringe oder keinerlei Erfahrungen im Feuerwehrdienst. Sie sahen es als ihre bürgerliche Pflicht an, sich ehrenamtlich in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehren zu stellen. Bevor es am vergangenen Sonnabend in die Prüfung ging, hatten die 21 Akteure 60 intensive Ausbildungsstunden hinter sich. Für den theoretischen Teil der Prüfung stellte die Freiwillige Feuerwehr Oststeinbek ihre Räume zur Verfügung. Ausreichende Kenntnisse zum Thema Rechtsgrundlagen, Fahrzeug- und Gerätekunde, sowie die Gefahren-Erkennung an Einsatzorten, bildeten nur einige der Schwerpunkte im theoretischen Bereich. Zum praktischen Teil der Prüfung steuerten die Anwärter den Ortsteil Havighorst an. Gefordert war der komplette Aufbau einer Wasserversorgung verbunden mit dem Löschauftrag, eine "brennende Scheune" Am Steinbeker Hof von außen her zielstrebig und korrekt abzulöschen. Etwas problematischer, die letzte Prüfungsaufgabe. Dargestellte Situation: Eine ältere Person lag fest eingeklemmt unter einem landwirtschaftlichen Gerät. Sorgsam und mit viel Gefühl gelang es den Rettern, die Person ebenso sorgsam wie gefühlvoll aus seiner Notlage zu befreien.
Um es gleich vorweg zu nehmen, allen Prüflingen wurde nach Erfüllung ihrer Aufgaben die für den Einstieg in den aktiven Dienst notwendige Urkunde ausgehändigt. Text der Urkunde: "Bestanden Truppenmannschaftsausbildung Teil 1". Ausbilder Tim Frommer (Feuerwehr Stemwarde), zeigte sich mit dem Ergebnis der Prüfung zufrieden: "Die gemeinsame Ausbildung der Anwärter aus sechs verschiedenen Wehren hat sich ausgezahlt. Besonders bewährt hat sich, dass alle Prüfungsteilnehmer bei ihren Besuchen in Nachbarschaftswehren die dortigen Gerätschaften und Gerätehäuser kennen gelernt, und mit den dortigen Kameraden mehrfach Gespräche geführt gehabt haben. Diese Kontakte sind zukunftsweisend", erklärte Ausbilder Tim Frommer. Hintergrund dieser Aussage, es häufen sich Fälle, in denen Einsatzleistungen an einem Wochentag gefordert sind. Nur selten ist an diesen Tagen die volle Personalstärke einzelner Wehren verfügbar. Ein Aspekt, an dem Nachbarschaftshilfe angesagt ist. "Dabei zeichnet es sich besonders aus, wenn Einsatzkräfte sich untereinander kennen und die Verständigung zum ,Selbstgänger' wird," weiß Tim Frommer aus eigener Erfahrung zu berichten.




Geburtstag mit grandiosem Programm
20. Stapelfelder Kulturtage

Stapelfeld. Das Team der Stapelfelder Kulturtage.

Foto: Brockmann

Stapelfeld (bro) - Stapelfelds Bürgermeister Jürgen Westphal freut sich. Von Sonnabend, 26. Mai, bis Sonntag, 10. Juni, feiert seine Gemeinde die Stapelfelder Kulturtage. "Wir werden unser Motto ,Im Dorf macht's Kultur' im wahrsten Sinne des Wortes lebendig werden lassen. Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und weitere Darbietungen stehen auf dem Programm. Mitmachaktionen und sportliche Aktivitäten gehören auch zu unserer kulturellen Vielfalt", betont Stapelfelds Verwaltungschef.
Die offizielle Eröffnung der Stapelfelder Kulturtage für geladene Gäste findet am Donnerstag, 24. Mai, um 19 Uhr in der Kratzmannschen Kate statt. Der Stapelfelder Kulturkreis und die Freiwillige Feuerwehr Stapelfeld werden die Aufgabe übernehmen, dieses Ereignis würdig zu gestalten. Am Sonntag, 27. Mai, wird um 11 Uhr in der Kratzmannschen Kate die Ausstellung "Stapelfeld damals bis heute" eröffnet, für die der Stapelfelder Kulturkreis verantwortlich zeichnet.
"Der Stapelfelder Kulturkreis besteht in diesem Jahr 20 Jahre. Anlässlich dieses Jubiläums haben wir uns hier im Dorf zusammengetan, um es mit den Stapelfelder Kulturtagen gebührend zu feiern. Anfänglich war so ein zweiwöchiges Ereignis gar nicht geplant. Das elfköpfige Organisationsteam war aber so ideenreich und engagiert, dass ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten entstand", sagte Jens-Peter Löhner, Vorsitzender des Stapelfelder Kulturkreises.
Das Programm hat auch einen gewagten Bonbon zu bieten. Am Donnerstag, 31. Mai, findet um 20 Uhr in der Kratzmannschen Kate eine "Sexy-szenische Lesung" statt. Christiane Leuchtmann und Christine Zierl, letztere ist als Kurvenstar Dolly Dollar bundesweit bekannt, werden dort sicherlich für eine knisternde Atmosphäre sorgen.
Für die Kinder in Stapelfeld hat das Programm auch einige Höhepunkte parat. Dazu dürfte das Marionettentheater sowie auch das Kinderfest auf dem Gelände der Grundschule gehören. Auf dem Grundstück der Freiwilligen Feuerwehr Stapelfeld klingen die Stapelfelder Kulturtage aus. Ein Gottesdienst, danach ein Frühschoppen und die große Preisverleihung der Tombola sind geplant. Gewinnen kann man viel. 1000 Preise - von der Waschmaschine bis zu Wellnessreisen - im Gesamtwert von mehr als 10.000 Euro bietet die Tombola. Jedes Los zum Preis von fünf Euro gewinnt. "Nieten gibt es nicht", fügt Inga Thomas hinzu, die die Tombola organisiert. "Ein Knüller wird die Versteigerung der drei original handsignierten Trikots der HSV, St. Pauli und Freezers Teams", sagt sie optimistisch.
"Ich bin zuversichtlich, dass die Premiere der Stapelfelder Kulturtage ein Erfolg wird. Das Programm ist so bunt, dass Jung und Alt gleichermaßen kulturelle Vielfalt erleben können", freut sich jetzt schon Bürgermeister Westphal.



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