Nr. 40 / 30. September 2008 / 40. Jahrgang  
  
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VSW an regionaler Image-Broschüre beteiligt
Nordregion empfiehlt sich als Standort

Lübeck. Michael Voigt, Vorsitzender des VSW (l.) und Axel Stehr, Geschäftsführer des VSW (3. v. r.) stellten die neue Broschüre zusammen mit anderen Wirtschaftsverbänden aus Holstein und Mecklenburg vor.
Foto: Iwohn
Stormarn (ciw) - Der Verband der südholsteinischen Wirtschaft (VSW) ist an einem neuen, Grenzen überschreitenden Projekt beteiligt. Für die Nordregion Ostsee-Elbe ist eine Image-Broschüre entstanden, die die Standortvorteile von Südholstein, Lübeck und dem westlichen Mecklenburg herausstellt. Dafür haben sich sieben Unternehmensverbände zwischen Ostsee und Elbe, in unmittelbarer Nähe der Metropole Hamburg und im Dreieck zwischen den drei europäischen Metropolen Berlin, Hamburg und Kopenhagen zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Ziel ist es, unter dem Motto "Regional handeln, gobal denken" Unternehmen, Investoren, Bürgern und Touristen die Stärken der Region gebündelt präsentieren zu können. Die Broschüre soll auch ein Signal für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit sein.
"Unsere Region ist schon von Alters her die Brücke zwischen Mitteleuropa und Skandinavien und der Ostsee", sagte Nicolaus Lange von der mitbeteiligten Kaufmannschaft zu Lübeck. "Eine uralte Hansetraditon prägt unsere gemeinsame Region bis heute. Eine reiche Kulturlandschaft mit Backsteingotik, Kirchen, Schlössern und Herrenhäusern zeugt von dieser noch heute sehr lebendigen Tradition. Die Region ist ein wichtiges Zentrum für Industrie, Handel, Forschung, Kultur, Tourismus und Verkehr. Der Naherholungswert mit zahlreichen Landschafts- und Naturschutzgebieten, Wäldern, Seen, Badeorten und weiteren Freizeitangeboten macht die Region für die Bürger lebens- und liebenswert. Die Menschen fühlen sich hier wohl, weil sie vielfältige Betreuungs-, Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule aufweist."
Und Axel Stehr vom VSW ergänzt: "Die Verwaltungsgrenzen werden von den Bürgern und Unternehmen längst nicht mehr wahrgenommen. Es wird Zeit, auf Zusammenarbeit zu setzen und unserer Region gemeinsam zu einem positiven Schub zu verhelfen." Auf 40 Seiten präsentiert die neue Broschüre, die mit Bundes-Mitteln in Höhe von 15.000 Euro gefördert wird und in einer Auflage von 10.000 Stück erscheint, die Themen "Kultur und Hanse", "Freizeit und Erholung", "Gesundheit und Wellness", "Bildung und Forschung" sowie "Wirtschaft und Verkehr".


Diakonisches Werk hilft bei ersten Schritten
Neu in Wentorf: Schuldnerberatung

Wentorf. Moiken Riel, Leiterin der Schuldnerberatung (l.), Christine Tiedemann, Schuldnerberaterin in Wentorf und Diakonie-Geschäftsführer Heiko Steiner helfen aus der Schuldenfalle.
Foto: Silhan
Wentorf (rsi) - "Wenn Schulden Mauern bauen…". Unter diesem Motto agiert seit Anfang Oktober eine Schuldnerberatungsstelle vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Herzogtum Lauenburg im Wentorfer Rathaus. Jeden vierten Freitag im Monat ist Christine Tiedemann von der Diakonie zwischen 8 und 12 Uhr im Zimmer 114 (1. Etage) um dort kostenfrei ihre Hilfe anzubieten. "Der Weg aus der Schuldenfalle ist nicht immer einfach. Hilfe in Anspruch zu nehmen, sich fremden Leuten mit Problemen aus der Privatsphäre anzuvertrauen bedeutet für die meisten Ratsuchenden, eine Hemmschwelle zu überwinden. Dennoch denke ich, die gemeinsame Suche nach einem Lösung ist der bessere Weg und nicht selten der Weg in eine sorgenfreiere Zukunft," wusste Christine Tiemann aus langjähriger Beratertätigkeit zu berichten.
Interessenten, die die Wentorfer Schuldnerberatung aufsuchen, werden gebeten schon beim ersten Gespräch detaillierte Unterlagen über Einkommens- und Ausgabennachweise bei sich zu haben. Zusätzlich Vermögensunterlagen wie Sparbücher, Bausparverträge, Kapitallebensversicherungen oder Grundbuchauszüge. Darüber hinaus Gläubigerunterlagen wie Darlehnsverträge, Lohnabtretungen, Urteile und Vollstreckungsbescheide ergänzt durch Auszüge eventueller Lohn- oder Kontenpfändungen. "Nach meinen Erfahrungen dauerte das erste Kontaktgespräch etwa 45 Minuten. Ich versuche in dieser Zeit mit meinem Kunden Ansätze für eine Lösung der bestehenden Probleme zu finden", so Christine Tiedemann.
Ein weiterer Schritt zum Weg aus der Schuldenfalle, ist der realistische Haushaltsplan. In einer Begleitbroschüre vom Diakonischen Werk findet der Hilfesuchende Hinweise und eine gedruckte Tabelle zum Ausfüllen. Die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben vermitteln einen ersten Blick, in welchem Umfang nach Abzug der Fixkosten finanzielle Mittel für die Haushaltsführung zur Verfügung stehen. Ein dritter Punkt, der die Mitarbeit der Ratsuchenden voraus setzt, die Aufarbeitung der aktuellen Schuldensituation. dabei ist wiederum hilfreich, der tabellarische Vordruck "Jahresplanung Haushalt".
Terminvereinbarungen für ein Schuldnerberatungsgespräch in Wentorf außerhalb der dortigen Sprechzeiten können unter 04152 - 72977 bei der Diakonie Geesthacht getroffen werden. Die Anrufzeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag jeweils zwischen 9 uns 12 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr.

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