Wöchentlich an die Haushalte in Aumühle, Barsbüttel, Boberg, Börnsen, Braak, Brunsbek, Glinde, Oststeinbek, Reinbek, Stapelfeld, Wentorf, Witzhave und Wohltorf
Außerdem diese Woche in der Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:
Wentorf "Tierischer Spaß" im Altenheim
Aumühle Die VHS verstärkt ihren Vorstand
SONDERSEITEN:
WVB informiert
Reinbek erwartet Sie
Auto News
Miet- und Baurecht
Glinde: 22 Jugendliche beim deutsch-französischen Austausch
"Ihr seid die Zukunft Europas"
Glinde. V. l.: Die Teilnehmer des Jugendaustausches Stefanie (15), Leiterin Tanja Woitaschek, David (17), Alice (14), William (17) und Felix (15) überlegen, was sie gemeinsam kochen können.
Foto: Iwohn
Glinde (ciw) - Auch beim 46. Jugendaustausch gab es wieder eine gute Beteiligung. 12 deutsche, 10 französische Jugendliche und ihre Betreuerinnen erleben zehn tolle Tage in Saint Sébastien und in Glinde. Das Programm in Frankreich lief parallel zur Jubiläumswoche für die 45-jährige Verschwisterung, zu der rund 80 Erwachsene aus Glinde angereist waren. Paulina (14) fand das Zelten am Atlantik, den Besuch eines Wasserparks und das Paint-Ball-Schießen besonders interessant. Letzteres ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt. Die Jugendlichen schießen mit Farbpatronen aufeinander und müssen sich dafür eine Schutzkleidung anziehen. "Ich spreche nicht viel französisch, aber meine Gastschwester Alix kann ganz gut deutsch", so Paulina. Sie ist das zweite Mal beim Jugendaustausch dabei. In Glinde erwartet die Jugendlichen ein buntes Programm, das Tanja Woitaschek, Beauftragte für d ie Städtepartnerschaft, zusammengestellt hat: eine Hamburg-Rallye, Kanufahren, Disco-Bowling, ein Ausflug in den Heide-Park, ein Besuch des Hochseilgartens in Geesthacht, eine Fahrt an die Ostsee und eine Abschlussparty in der Jugendbegegnungsstätte Spinosa. Dort startete der Aufenthalt am Mittwoch vergangener Woche mit einem Koch-Event und einem Geschenk: von der Stadt gab es Überraschungstaschen. Bürgervorsteher Eberhard Schneider begrüßte die Teilnehmer des Jugendaustausches und betonte, wie wichtig ein gutes Verständnis untereinander ist. "Habt Spaß miteinander - Ihr seid die Zukunft für Europa", sagte er.
Geplantes Gesundheitszentrum in Reinbek
Abschied vom Anfangs-Konzept
Reinbek. Diese leerstehende Villa an der Hamburger Straße in Reinbek soll dem geplanten Gesundheitszentrum weichen.
Foto: Prädel
Reinbek (hap) - Für die Reinbeker Stadtplanung ist das Projekt noch ein "schwebendes Verfahren". Aus dem Rathaus gibt es derzeit keinen Kommentar zu dem geplanten neuen Gesundheitszentrum. Bei der Hamburger Managementgesellschaft Actmedic ist man derweil optimistisch. "Wir gehen davon aus, dass die Baugenehmigung bis Mitte August vorliegt", sagt Clarissa Hage, Projektbetreuerin bei Actmedic. Dann soll offiziell der Startschuss fallen für das rund 4,5 Millionen Euro teure Gesundheitszentrum Meditalis, das - wie berichtet - an der Hamburger Straße in Reinbek unmittelbar neben dem Krankenhaus St. Adolf-Stift entstehen soll. Eigentlich hatte das Unternehmen Actmedic bereits Ende vergangenen Jahres mit dem Bau des Zentrums beginnen wollen. Doch immer wieder gab es Verzögerungen. Und mittlerweile haben sich die Planer vom ursprünglichen Konzept für das Zentrum verabschiedet. Statt der ursprünglich geplanten zwölf Praxen für Mediziner unterschiedlicher Fachrichtungen seien nur noch fünf bis sechs Praxen vorgesehen, erklärte Hage. Der Grund: Das Interesse der Ärzte an dem laut Konzept vorgesehenen gemeinsamen Empfang, an der zentralen Verwaltung und Koordination sei gering. Die Mediziner wollen diese Aufgaben nicht aus der Hand geben, benötigen daher größere Praxen als vorgesehen. Offenbar bestehen aber auch Probleme, eine ausreichende Anzahl von Ärzten für das Projekt zu begeistern. Bislang konnte Actmedic zwei Ärzte für das Zentrum gewinnen. "Ein Urologe und ein Orthopäde haben Verträge unterschrieben", erklärt Clarissa Hage. Nach ihren Worten gibt es eine Reihe weiterer Interessenten. Fachleute haben indes Zweifel, ob sich tatsächlich genügend Ärzte für das Gesundheitszentrum finden lassen. "Es dürfte schwierig sein, in Reinbek und Umgebung genug Interessenten dafür zu akquirieren", sagt Dr. Wolfgang Seebach aus Glinde. Er ist Sprecher des Praxisrings Südstormarn, eine Vereinigung von mehr als 50 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten im Raum Barsbüttel, Glinde, Oststeinbek und Reinbek. Vor allem für Patienten würde das Gesundheitszentrum nach seiner Ansicht Nachteile bedeuten. "Die Patienten eines Arztes, zum Beispiel aus Neuschönningstedt, der seine Praxis in das Gesundheitszentrum an der Hamburger Straße verlegen würde, müssten weitere Wege in Kauf nehmen", betont Dr. Wolfgang Seebach, Vorsitzender des Praxisrings Südstormarn. Besonders viele ältere Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, würde dies jedoch vor erhebliche Probleme stellen. Doch Ärzte, die eine so genannte Kassenzulassung haben, sind auch nicht frei in ihrer Entscheidung, an welchem Ort sie praktizieren. Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein ist zuständig für die Vergabe dieser Zulassungen und hat eine gleichmäßige ärztliche Versorgung in Stadt und Land zu gewährleisten. Die Folge: In dem geplanten Gesundheitszentrum in Reinbek können sich nur Mediziner aus dem Raum Reinbek niederlassen. "Ein solcher Umzug", sagt Dr. Seebach, "macht sicherlich Sinn für einen Kollegen, der zum Beispiel größere Praxisräume benötigt." Aus Seebachs Sicht hat ein Gesundheitszentrum nur Sinn in Regionen, in denen die ärztliche Versorgung lückenhaft oder gar nicht vorhanden ist, wie etwa für neue Stadtteile. "In Regionen, die gut versorgt sind, wie in Südstormarn, besteht für ein zusätzliches Zentrum nach meiner persönlichen Auffassung hingegen kein Bedarf", betont der Glinder Arzt.