Nr. 47 / 18. November 2008 / 40. Jahrgang  
  
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Schüler demonstrieren
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Aktion: Nein zu Gewalt an Frauen
 
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Weihnachtsmarkt am 6. und 7. Dezember
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Glinde:
250 Jugendliche bei Ausbildungsbörse

Stormarn:
MIT fordert Senkung der Einkommenssteuer

Oststeinbek:
Kursana Domizil feierlich eröffnet


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Glinde. Über 100 Schülerinnen und Schüler der IGS und des Gymnasium Glinde protestierten gegen das Abitur nach zwölf Jahren ohne Entrümpelung der Unterrichtspläne.
Foto: Silhan
Abitur nach zwölf Jahren bringt die Schüler im Land in Bedrängnis
Schüler-Demo contra Leistungsdruck
Glinde (rsi/sr) - Zunehmender Unterrichtsausfall und steigender Leistungsdruck sorgen bei Schülerinnen und Schülern der Integrierten Gesamtschule (IGS) und des Gymnasium Glinde für Unruhe. Mitte vergangener Woche schlossen sich mehr als 100 angehende Abiturienten einem bundesweiten Streik an. Ihr Protest richtete sich primär gegen das auf zwölf Jahre verkürzte Abitur ohne die geforderte Entrümpelung der Unterrichtspläne vorzunehmen.
Viele Gymnasiasten in Glinde sind sauer über die rigorose Streichung der im alten Schulsystem gebotenen Leistungskurse. Alternativ müssen sie sich nach dem neuen Schulsystem für eine der Profiloberstufen Naturwissenschaft, Sprache oder Gesellschaftswissenschaft entscheiden. "Das gab gleich mit der Einführung Probleme. Die Profiloberstufe Naturwissenschaft war überbucht. Unsere Lehrer haben unter den Schülern gesiebt. Wer in den Bereichen der Naturwissenschaft im Vorjahr keine gute Zensur vorweisen konnte, musste zwangsläufig unter den beiden verbleibenden Fächern wählen", so ein 17-jähriger Schüler, der aus Angst vor Repressalien ungenannt bleiben möchte. Wie sich die Schulreform mit Abitur nach Abschluss der 12. Klasse unter vielen Schülern auswirkt, erläutert eine Aussage der 17-jährigen Gymnasiastin Laura Bünning aus Glinde: "Um es klar auf einen Nenner zu bringen, meine Freizeitaktivitäten habe ich fast auf "Null" herunter gefahren. Vor der Schulreform bin ich regelmäßig Joggen gegangen. Die Zeit dafür habe ich nicht mehr. Freizeit-Treffen unter Mitschülern sind auf ein Minimum eingeschränkt. Ganz zu Schweigen von längeren Gesprächen mit meinen Eltern. Mit diesem Problem stehe ich nicht alleine da. Von vielen Klassenkameraden weiß ich, dass sie nach 36 Unterrichtsstunden zu Hause ihre Bücher erneut ausbreiten und bis in den Abend hinein lernen, um im Unterrichtsstoff einigermaßen mithalten zu können."


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