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 Reinbek. Moritz und Felix Voigtländer (v.l.) und Julian Münsterberg haben Unterschriften für die Erhaltung des Freizeitbades Reinbek gesammelt. Foto: Prädel
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Unsicherheit im Freizeitbad Reinbek: Unterschriften für die Erhaltung
Widerstand in der Bevölkerung wächst
Reinbek (hap/mom) - Dunkle Wolken ballen sich über dem Freizeitbad an der Herman-Körner-Straße in Reinbek. Angesichts leerer städtischer Kassen mehren sich Stimmen aus der Politik, die Einrichtung zu schließen und so Zuschüsse von rund 796.000 Euro pro Jahr einzusparen. Jetzt formiert sich in der Bevölkerung der Widerstand gegen solche Überlegungen. Der Kampf um die Erhaltung des Bades, in dem 23 Mitarbeiter beschäftigt sind und das eine überregionale Funktion hat, wird von der TSV Reinbek, dem FC Voran Ohe sowie der DLRG Sachsenwald unterstützt. Befürchtet wird der Ausstieg der Stadt aus dem noch zwei Jahre laufenden Vertrag mit der Betreibergesellschaft, was das Ende der Freizeit- und Sporteinrichtung bedeute. Mit einer gemeinsamen Unterschriftenaktion sollen nun die Freizeitbad-Nutzer sowie alle Interessierten auf die aktuelle Lage aufmerksam gemacht werden. Die Unterschriftsbögen liegen bei den jeweiligen Vereinen sowie im Bad aus. Ganz spontan haben zum Beispiel Moritz Voigtländer, zwölfjähriger Gymnasiast aus Reinbek, sein jüngerer Bruder Felix und Julian Münsterberg innerhalb weniger Tage rund 500 Unterschriften gesammelt. "Wir finden es doof, wenn das Freizeitbad geschlossen wird", sagt Moritz. "Wir haben innerhalb einer Woche bereits über 1.000 Unterschriften bekommen", so der Betriebsleiter des Bades, Holger Kehl. Er befürchtet, dass sich die Mehrheit der Reinbeker Politiker gegen die Erhaltung des Bades ausspricht. "Das Bad ist ja auch eine Werbung für die Stadt Reinbek, denn viele Besucher verbinden das Schwimmen mit einem Besuch der Stadt. Die Schließung wäre ein harter Schlag für Reinbek", so Kehl. Auch Elke Schliewen, verantwortlich für die Pressearbeit bei der TSV, befürchtet das baldige Ende des Bades. "Die Gerüchte verdichten sich, Vermutungen werden hochgekocht", sagt sie. "Das Bad steht ja schon länger zur Disposition." Im Reinbeker Rathaus weiß man noch nichts von der Unterschriftenaktion der Vereine. "Es wird Gespräche des Bürgermeisters Axel Bärendorf mit der Politik geben", so Erster Stadtrat Uwe Voß. Er vermutet, dass noch im März eine Entscheidung fällt. Die Initiatoren können sich vorstellen, die Unterschriften in der Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag, 25. März, an die Verantwortlichen zu übergeben.
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