 Reinbek. Jost de Jager bei seiner Rede vor der Reinbeker CDU. Fotos: Prädel
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Spitzenkandidat Jost de Jager beim CDU-Entenessen
"Wir werden es schaffen"
Reinbek (hap) - Der Spitzenkandidat gab sich ausgesprochen kämpferisch. "Wir wollen", erklärte Jost de Jager, "stärkste politische Kraft in Schleswig-Holstein werden." Und beschwörend, so als wollte er die für die CDU bislang wenig ermutigenden Umfragewerte hinwegfegen, fügte er hinzu: "Wir werden es schaffen." Seinen Optimismus teilte der Kieler Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr mit dem Reinbeker CDU-Ortsvorsitzenden Mark-Oliver Potzahr. Er begrüßte de Jager beim 17. Entenessen des Ortsverbandes als "den künftigen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein". Knapp fünf Wochen vor seinem 47. Geburtstag gab der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 6. Mai vor gut 120 Christdemokraten aus dem gesamten Wahlkreis Stormarn-Süd seine Visitenkarte ab. De Jager untermauerte seinen landespolitischen Führungsanspruch mit dem Hinweis auf die Erfolge der schwarz-gelben Regierungskoalition: "Wir haben bewiesen, dass wir es können", erklärte er. Seit dem Übernahme der Regierungsverantwortung 2005 sei die Arbeitslosigkeit von über elf auf zirka sieben Prozent gesunken. Derzeit gebe es die höchste Anzahl von Arbeitnehmern im Lande. Schleswig-Holstein habe als erstes Bundesland die Schuldenbremse als Maßnahme gegen die wachsende Verschuldung der öffentlichen Kassen eingeführt. Der CDU-Politiker forderte in seiner Rede ein Ende der Schulstrukturreformen und wies darauf hin, dass die Landesregierung eine längst fällige Reform der Lehrerausbildung auf den Weg gebracht habe. Als wichtige Infrastrukturprojekte der Zukunft bezeichnete de Jager den Ausbau der Bundesautobahn 20 bis zur westlichen Elbquerung und den Ausbau der erneuerbaren Energien im nördlichsten Bundesland. "Dadurch entstehen zehntausende von neuen Arbeitsplätzen", betonte der Minister. In seiner Rede sparte er nicht mit Seitenhieben auf die politischen Gegner. "Wer Torsten Albig wählt, bekommt auch Ralf Stegner", meinte er. Der SPD-Spitzenkandidat plane Mehrausgaben von 300 Millionen Euro ohne eine Gegenfinanzierung, so de Jager.
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